Gutshaus Hohen Luckow bei Satow in Mecklenburg - Quelleninformation


Hohen Luckow
Das Gut befand sich von1308 bis 1810 im Besitz der Familie von Bassewitz. Diese ließ für Christoph von Bassewitz 1707/1708 das Gutshaus errichten. Sein Familienwappen ist am Eingang des zweigeschossigen Putzbaus zu sehen. Ab 1810 fanden verschiedene Eigentümerwechsel statt. Im 19. Jahrhundert wurde das Gutshaus durch den Anbau von Ecktürmen auf der Gartenseite, den Vorbau und die Freitreppe erweitert. Um 1930 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Brocken, später bis 1945 der Familie von Langen. Nach 1945 wurde das Gutshaus als Verwaltungsgebäude des VEG genutzt. Im Innern sind der Rittersaal mit Stuckverzierungen, der Kamin und Reliefbilder erhalten. Die umfangreiche Gutsanlage, die auch heute noch landwirtschaftlich genutzt wird, ist in hervorragendem Zustand. Seit die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind, wird auf dem Gut Hohen Luckow moderne Landwirtschaft betrieben. Das Gutshaus beherbergt Ferienwohnungen. Im Rittersaal finden regelmäßig Konzerte statt.

[Quwellennachweis Gutshäuser    Link]


Geschichte:

Das Gut Hohen Luckow, in der sanften Moränenlandschaft Mecklenburgs nur 25 km von der Ostsee gelegen, ist weithin für sein 1707 von Christoph von Bassewitz in Auftrag gegebenes Schloss bekannt. Der prachtvolle Stuck an den Decken der Salons hat das Herrenhaus berühmt gemacht. Das Gut mit seinen Wirtschaftsgebäuden, dem Landschaftspark und den Ländereien bilden ein in der Region einmaliges Ensemble.

Anfang des 14. Jahrhundert beginnt die verbürgte Geschichte auf Gut Hohen Luckow, als Heinrich von Bassewitz die Kirche bauen läßt. Erst im Jahre 1810, 500 Jahre später, verläßt die Familie von Bassewitz Hohen Luckow.

Von 1840 an bewohnt die Familie von Brocken das Gut, deren berühmtestes Familienmitglied Freiherr von Langen, 1928 olympisches Gold im Dressurreiten gewinnt. Diese Ära geht mit dem zweiten Weltkrieg zu Ende.

1945 ändern sich die Besitzverhältnisse und Hohen Luckow wird zum Volkseigenen Gut. Das Schloss wird fortan als Verwaltungsgebäude genutzt. Seit 1994 ist das Gut Hohen Luckow wieder in privatem Besitz. Es ist das Bestreben der neuen Besitzer, den ursprünglichen Charakter des Gutes wiederherzustellen. Auch heute wird auf dem Gut Landwirtschaft mit Ackerbau und Milchviehzucht betrieben. Die historischen Gebäude finden als Stallungen und Werkstätten Verwendung. Das denkmalgeschützte Herrenhaus ist als Wohn- und Gästehaus umfangreich restauriert, und der berühmte, mit üppigem Stuck verzierte Rittersaal wird für kulturelle Veranstaltungen genützt.

Hier trafen sich im Juni 2007 die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten mit ihren Ehepartnern zu einem informellen Abendessen.

Auf den fruchtbaren Böden um Hohen Luckow wird schon sehr lange Landwirtschaft betrieben. Zwei Hügelgräber zeugen von der frühzeitlichen Besiedlung Hohen Luckows. Auf Flurkarten des 19. Jahrhunderts umfasste das Gut rund 1000 Hektar Fläche.

Zu DDR-Zeiten hatte der volkseigene Betrieb 2400 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und Kühe, Mastrinder, Mastschweine, Schafe und Pferde. 265 Menschen arbeiteten damals auf dem Betrieb.

1994, nach der Wende und der damit verbundenen Privatisierung, hatte das Gut wieder die Vorkriegsfläche von 720 Hektar Landwirtschaft und 85 Hektar Wald. Als Schwerpunkte wurden moderner Ackerbau und Milchproduktion gesetzt. Auf den Ackerflächen des derzeit etwa 2000 Hektar umfassenden Betriebeswerden heute hauptsächlich Weizen, Gerste, Raps, Rüben und Mais sowie Luzerne angebaut. Mit dem Einsatz des Global Positioning System zur Ertragserfassung, Düngerausbringung und Lenkung der Traktoren ist der Grundstein für eine teilflächen-spezifische Bewirtschaftung gelegt. Die Schwarzbunten Holstein-Frisian-Kühe werden nach den neuesten Erkenntnissen in Bezug auf Kuhkomfort, Fütterung und Melktechnik gehalten. Die 1999, 2004 und 2007 gebauten Ställe bieten Platz für etwa 1500 Kühe. Beim Landeswettbewerb für artgerechte Tierhaltung erhielt der Betrieb einen ersten Preis.


[Quwellennachweis: Ausführungen zur Geschichte Gut Hohen Luckow   Link]


Herrenhaus und Park

Das zweigeschossige, ockerfarbene Herrenhaus ist im barocken Stil erbaut, die zwei Ecktürme wurden im 19. Jahrhundert hinzugefügt. Das Herz des Hauses ist der Rittersaal im zweiten Stockwerk. Die Decke ist mit üppgigem Stuck dekoriert. Der Stuck wurde von Clerici nach Entwürfen von Karl Maria Pozzi installiert. An der einen Seite des Saales dominiert ein großer, vergoldeter Kamin. An den Wänden sind Wandvertäfelungen mit den Familienwappen der Vorfahren der Erbauer. Des Weiteren schmücken allegorische Darstellungen in Stuckmedaillons die Wände. Die Entschlüsselung dieser Bilder war in der Entstehungszeit ein beliebtes Gesellschaftsspiel.

Der Park ist sehr weitläufig und war ursprünglich im barocken Stil angelegt, wurde später aber zu einem englischen Landschaftspark umgewandelt.

[Quwellennachweis: Wikipedia   Link]

[Quwellennachweis: Weitere Bilder   Link]

Weitere Seiten

[Informationen über Gutshäuser    Link]

[Deutsche Stiftung für Denkmalschutz:    Link]

[G8 Bildergalerie - EMPFANG AUF GUT HOHEN LUCKOW:    Link]

[G8 Bildergalerie - Begrüßung/Abendessen:    Link]

[G8 Bildergalerie - Wo die Staatscheffs speisen:    Link]

[G8 - Kulisse für die Öffentlichkeit:    Link]

[Spiegel Bericht:    G-8-Chefs streiten über Afrika und Aids-Hilfe]


Ritterliche Landidylle

Das erste Abendessen des G8-Gipfels soll nicht im Kempinski-Hotel in Heiligendamm, sondern 20 Kilometer entfernt auf dem Gutshof Hohen Luckow stattfinden. Auf dem ehemaligen Rittergut hat man sich auf den hohen Besuch bestens vorbereitet, auch wenn dieser vielleicht angesichts der massiven Proteste nicht wie geplant auf dem Landweg wird anreisen können.

Hamburg - Wo heute Abend die Staatschefs der G8 speisen, werden sonst Gäste der anderen Art versorgt: mehr als 1200 Kühe und einige wenige Feriengäste, die ihren Urlaub auf dem idyllisch gelegenen Gut im 300-Seelen-Örtchen Hohen Luckow verbringen.

Doch auf dem 300 Jahre alten Gutshof, der sich mittlerweile im Besitz des Milliardärs und Gründers des Pharmakonzerns Ratiopharm, Adolf Merckle, befindet, ist man auf den hohen Besuch vorbereitet. Die europäische Fahne hängt bereits, und das liebevoll restaurierte Herrenhaus aus dem Jahr 1707 bietet für das Dinner einen denkbar festlichen Rahmen. Das Anwesen, dessen Geschichte sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, ist schon seit Tagen abgeschirmt. "Man kommt nur noch mit Ausweis rein", berichtet eine Angestellte. Sogar die Gullydeckel im Ort sollen verschweißt sein.

Speisen werden die Regierungsschefs im Rittersaal, dem barocken Prunk- und Herzstück des Hauses. In dem üppig mit Stuck verzierten Saal, der von einem riesigen Kronleuchter erhellt wird, finden Konzerte statt. Man kann den von einem riesigen vergoldeten Kamin dominierten Raum aber auch für Hochzeiten mieten.

Was den Oberen in den festlichen Hallen kredenzt wird, ist allerdings - wie so vieles bei diesem Gipfel - top secret. Selbst Hausherrin Karin Holland hat nicht die geringste Ahnung. "Wir vermieten nur die Räumlichkeiten. Der Rest liegt in den Händen des Auswärtigen Amtes und des Kempinskis", sagt sie. Es bleibt also abzuwarten, was sich die Riege um Sterne-Koch Tillmann Hahn, der sonst im Kempinski-Restaurant "Friedrich Franz" zubereitet, als kulinarischen Einstieg in den Gipfel ausgedacht hat.

[Quellennachweis: G8 Bildergalerie - Wo die Staatscheffs speisen:    Link]


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